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Impfstatus kontrollieren!

ÖÄK ruft angesichts des massiven Anstiegs der Zahl an Masernerkrankungen auf, Impflücken zu schließen

Mit Besorgnis nimmt der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Thomas Szekeres, den rezenten Anstieg der Zahl von Masernerkrankungen zur Kenntnis. Dass eine Krankheit wie Masern, gegen die eine kostenlose Impfung zur Verfügung steht, eine derartige Renaissance erlebt, zeige, wie wichtig ein aufrechter Impfstatus ist, so Szekeres. „Patienten und Ärzte sollten regelmäßig ihren Impfstatus kontrollieren und auftretende Impflücken umgehend schließen.“
In einer generellen Impfpflicht, wie sie nun vielerorts – auch international – diskutiert wird, sieht Szekeres nicht die Lösung des Problems. Vielmehr sollten ärztliche Aufklärung und rationale Beratung im Vordergrund stehen, um dem WHO-Ziel von 95% Durchimpfungsrate bei Masern endlich wieder näher zu kommen. Menschen in den Gesundheitsberufen und pädagogisches Personal sollten sich aber ihres Berufsethos und ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. „Für diese Berufe sollte ein aufrechter Impfstatuts eine Selbstverständlichkeit sein“, meint Szekeres. „Hier geht es um die Verpflichtung, schutzbedürftige Menschen nicht in Gefahr zu bringen.“ Die Knüpfung von Sozialleistungen an die Durchführung von Impfungen im Rahmen des Mutter-Kind-Passes kann sich der ÖÄK-Präsident hingegen vorstellen. (red)

Quelle: Presseaussendung OAK, 31. Janner 2019